Rheinische Post: Fast jeder vierte Fahrer von Fernbussen sitzt zu lange am Steuer

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Im hart umkämpften Markt der Fernbuslinien
fallen Fahrer immer wieder durch Verstöße gegen die Lenk- und
Ruhezeiten auf. Bei Kontrollen im Jahr 2014 und im ersten Halbjahr
2015 wurden bei nahezu jedem vierten Fahrer Verstöße gegen geltende
Auflagen zu Arbeits- und Pausenzeiten festgestellt. Das geht aus
einem im Januar verfassten Sonderbericht des Bundesamtes für
Güterverkehr (BAG) hervor, auf den die Bundesregierung in ihrer
Antwort eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion verweist.
Die Antwort des Bundesverkehrsministeriums liegt der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe) vor. Dem Bericht
zufolge stellte das BAG im Jahr 2014 insgesamt 60 Verstöße von
Fahrern deutscher Busse gegen Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten
sowie Fahrtunterbrechungen fest. Insgesamt wurden in dem Jahr 254
deutsche Fahrzeuge kontrolliert. Innerhalb der ersten sechs Monate
des Jahres 2015 zählten die BAG-Beamten bei 217 kontrollierten
deutschen Bussen bereits 53 Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten.
Fast jeder vierte Fahrer fiel also bei Kontrollen auf, Tendenz leicht
steigend. Matthias Gastel, Verkehrsexperte der Grünen-Fraktion im
Bundestag, sagte der Redaktion: „Der Preisdruck im Fernbusgeschäft
wird immer wieder auf dem Rücken der Busfahrer ausgetragen.“
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) schaue dabei nur zu.
„Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten sind kein Kavaliersdelikt“,
sagte Gastel. Die Zahl der Kontrollen müsse ausgeweitet und Verstöße
konsequenter geahndet werden, so der Grünen-Politiker.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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