Rheinische Post: Fiere, nit lamentiere

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von Martina Stöcker

Erst Wenden im Sauerland, dann Essen, Duisburg, Hagen, und am
Abend wurden auch die Rosenmontagszüge in Mainz und Münster wegen
Sturmgefahr abgesagt. Köln und Düsseldorf wollen heute Morgen die
endgültige Entscheidung treffen. Wer die Absagen nicht nachvollziehen
kann, dem sei gesagt: Viele Umzüge gibt es nur dank des Engagements
vieler Ehrenamtlicher. Wenn diese angesichts der Sturmwarnung lieber
zurückziehen, wer will es ihnen verdenken? Sollte etwas passieren,
stehen die Organisatoren in der Verantwortung. Die Zugabsagen – auch
diejenigen, die heute noch dazukommen werden – sind zwar schade, aber
auch vernünftig. Besonders zu bedauern sind die Tollitäten dieser
Session, denen der Höhepunkt ihrer Regentschaft verwehrt bleibt. Für
die Jecken, die am Zugweg gestanden hätten, heißt es: Fiere, nit
lamentiere. Zum Beispiel in Kneipen oder mit Freunden – auch wenn das
„Höhner“-Lied anders gemeint war. Hauptsache, es passiert nichts. Mit
Absagen weiß der rheinische Karneval umzugehen, den Umgang mit einer
Katastrophe sollte er nie erlernen müssen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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