Rheinische Post: Flaues Olympia-Gefühl

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von Robert Peters

Das größte Sportfest der Welt ist zu Ende. Olympia hinterlässt ein
flaues Gefühl. Korruptionsvorwürfe begleiteten den Bau der
Sportstätten in Rio, das IOC leistete sich eine skandalöse Haltung
zum russischen Staatsdoping. Die Karten waren zu teuer für die
Einwohner eines Landes, das sich mit wachsender Armut und krassen
sozialen Unterschieden herumschlagen muss. Dadurch blieben viele
Arenen leer, es fehlte an Stimmung – außer beim Fußball. Brasilien
ist ein Fußballland, mit Olympia ist es überfordert. Von Olympia
bleiben ein paar neue Straßen, die helfen, den täglichen
Verkehrswahnsinn zu mildern, und zwei Milliarden Euro Investitionen.
Verdienen wird in Brasilien niemand, die Gewinne sackt das IOC ein.
Das hat Tradition, deshalb sind immer weniger Städte bereit, dieses
Risiko zu tragen. Und die Deutschen? Sie ziehen eine durchwachsene
Bilanz. Die Zahl der Goldmedaillen stieg deutlich, aber in einigen
Sportarten ist Deutschland abgehängt. Ab heute werden die Funktionäre
wieder beklagen, dass ihr Sport im Schatten des Fußballs steht. Daran
hat Rio nichts geändert.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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