Rheinische Post: Flüchtlinge sollen Schwimmmeister werden

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Der Bundesverband Deutscher Schwimmmeister
(BDS) will Flüchtlinge zu Schwimmmeistern ausbilden lassen. „Das ist
eine integrative Maßnahme, von der alle profitieren würden“, sagte
BDS-Präsidenten Peter Harzheim der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Uns fehlen Fachkräfte.
Darum wäre es fahrlässig, diese Ressourcen nicht zu nutzen“, betonte
Harzheim. Außerdem könnten zum Schwimmmeister ausgebildete
Flüchtlinge dazu beitragen, dass es in den Bädern seltener zu
interkulturellen Konflikten kommt. „Oftmals ist es nämlich so, dass
Frauen sich schon von einer Gruppe Migranten sexuelle belästigt
fühlen, nur weil diese sie anschauen. Solche Situationen könnten dann
schneller entschärft werden“, so der BDS-Präsident.

SPD, Grüne und Linke in Nordrhein-Westfalen unterstützen den
Vorschlag. „Menschen mit Mehrsprachigkeit können auch mögliche
Missverständnisse schneller ausräumen“, sagte die
NRW-Landessprecherin der Linkspartei, Özlem Demirel, der Zeitung.
Josefine Paul, stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion der
Grünen, erklärte: „Sie können als Vermittler im Bereich der
Integration und der interkulturellen Verständigung tätig werden.“ Und
der SPD-Landtagsabgeordnete und Integrationsexperte Ibrahim Yetim
sagte: „Wenn es eine Möglichkeit gibt, Flüchtlinge zu
Schwimmmeistern auszubilden, wäre das eine tolle Sache. Es ist
wichtig, den jungen Flüchtlingen eine Perspektive zu geben.“

www.rp-online.de

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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