Rheinische Post: Frankreichs wahre Krise

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Frankreichs Präsident François Hollande hatte
seinen Landsleuten im Wahlkampf sehr viel versprochen. Nun holt ihn
ein Versprechen nach dem anderen ein. Die Wirtschaft will sich
einfach nicht erholen, die Arbeitslosigkeit wuchert, und die
Staatsverschuldung läuft zusehends aus dem Ruder. Nur ganz glühende
Anhänger des Sozialisten glauben noch, dass ihr Präsident das Land
während seiner Amtszeit zu neuen Höhenflügen führen wird, wie
Hollande das erst jüngst wieder behauptet hat. Und jetzt ist auch
noch der hohe moralische Anspruch perdu. Eine „saubere Republik“
hatte Hollande den Franzosen nämlich auch versprochen. Es blieb beim
Vorsatz. Die Schwarzgeldaffäre um seinen Haushaltsminister und die
dubiosen Geschäftsbeziehungen seines Wahlkampfmanagers haben Hollande
blamiert. Die neuen – unbewiesenen – Gerüchte um seinen Außenamtschef
Fabius zeigen: Ihren Politikern – egal, ob nun links oder rechts –
trauen die meisten Franzosen inzwischen alles zu. Die ökonomische
Krise Frankreichs ist schlimm; die politische Vertrauenskrise macht
sie noch schlimmer.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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