Rheinische Post: Gegen Diktatoren hilft nur Stärke Kommentar Von Sven Gösmann

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Tyrannen sterben selten im Bett, sondern meist
im Staub: Hitler, Saddam, Ghaddafi. Zuvor aber haben sie die Welt
ihrer jeweiligen Zeit immer wieder blutig herausgefordert: mit Krieg,
Terror, Wahnsinn. Ein junges Exemplar dieser Spezies müssen wir nun
in Nordkorea beobachten. Der Auftritt des kleinen Diktators Kim
Jong-un mag auf uns im Westen skurril wirken, teilweise Heiterkeit
auslösen. Seinem Gras essenden Volk und dessen verängstigten
asiatischen Nachbarn ist das Belächeln dieses Gernegroß der
Weltpolitik längst vergangen. Denn er besitzt die Bombe. Wie aber
begegnet man Weltgeschichte, wenn sie sich als Farce wiederholt?
Abwiegelei und Besänftigen des Aggressors erwiesen sich immer als
erfolglose Methoden. Es braucht also: neue Sanktionen, eine klar
herausgearbeitete militärische Vergeltungsantwort und zuallererst ein
striktes Einwirken auf Kims letzten Verbündeten, China. Wie immer in
Weltkrisen kann am Ende nur einer sie lösen: der amerikanische
Präsident. Wider Erwarten könnte also nicht der Iran, nicht der
islamistische Terror, sondern Nordkorea die große Prüfung der zweiten
Amtszeit Barack Obamas werden, der sich selbst einen pazifischen
Präsidenten genannt hat.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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