Rheinische Post: Gehälter-Debatte lohnt = Von Georg Winters

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Die Bezahlung von Angestellten eines
Unternehmens ist Sache des Eigentümers. Insofern ist der Plan der
Koalition, die Hauptversammlung über Managergehälter entscheiden zu
lassen, eine logische und richtige Konsequenz aus der Debatte um das
Salär für Spitzenkräfte. Gott sei Dank scheint sich die Vernunft
durchzusetzen – gegen jene Politiker, die vor Wochen vehement auf
gesetzliche Begrenzung von Managergehältern pochten und sich damit
als Wahlkampf-Polemiker erwiesen. Wer in dieser Form in die
Unternehmen hineinregieren und den Eignern vorschreiben will, wie
viel sie zahlen dürfen, schießt über das Ziel hinaus. Andererseits
dürften auch die jetzigen Vorschläge aus dem Bundesjustizministerium
auf den Widerstand einzelner Manager treffen. Aber: Wer das Ganze als
Symbolpolitik der Koalition abtut, hat offenbar die unseligen
Gegengeschäfte zwischen Aufsichtsräten und Vorständen vergessen, die
sich wechselseitig Gehälter und Boni zuschanzten, ohne dass die
Aktionäre etwas davon mitbekamen. Allein schon wegen solcher
Auswüchse ist die Novelle lohnenswert.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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