Rheinische Post: Germanwings-Absturz: Ex-Innenminister Gerhart Baum schlägt Gespräche der Angehörigen-Anwälte mit Lufthansa vor

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Nachdem Lufthansa wegen der angebotenen
Schmerzensgelder für die Angehörigen der Germanwings-Opfer hart
kritisiert wurde, schlägt Ex-Innenminister und Anwalt Gerhart Baum
ein Treffen der Konzernjuristen mit den Anwälten der
Angehörigen-Familien vor. „Es ist Zeit, eine Lösung zu besprechen,
statt sich öffentlich auseinanderzusetzen“, sagte Baum gegenüber der
in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Den
Vorschlag unterstützen der Berliner Anwalt Elmar Giemulla, der die
Familien on 16 getötenen Halterner Schülern vertritt, und der
Mönchengladbacher Anwalt Christof Wellens, der nach eigenen Angaben
das Mandat von 32 Familien hat. Wellens: „Die Lufthansa muss sich
bewegen.“ Die Lufthansa lehnte auf Anfrage Gespräche über die Höhe
des Schmerzensgeldes ab. Der Konzern sei bereit, über die
tatsächlichen, materiellen Schäden der Familien zu sprechen, erklärte
ein Sprecher des Konzerns, wogegen es sich bei den Schmerzensgeldern
um ein freiwilliges Angebot handele. Dabei hatte das Unternehmen am
1. Juli 25.000 Euro für jedes Opfer deutscher Nationalität für die
Erben angeboten („vererbbares Schmerzensgeld“) sowie 10.000 Euro für
jeden nächsten Angehörigen mit Wohnsitz in Deutschland für
unterstellte eigene Gesundheitsschäden. Zu dieser Gruppe zählen
Eltern, Kinder, Ehegatten sowie eingetragene oder eheähnliche
Lebenspartner, aber keine Geschwister.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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