Rheinische Post: Getrennt nach Religion? Kommentar Von Detlev Hüwel

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Die Städte an Rhein und Ruhr unternehmen enorme
Anstrengungen, um die vielen Flüchtlinge zumindest notdürftig
aufzunehmen, ihnen ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit zu
bieten. Diejenigen, die vor Krieg und Hunger aus ihrer Heimat
geflohen sind, wissen dies bestimmt zu schätzen. Etliche Kommunen
versuchen zudem, die Menschen nach Ethnien getrennt unterzubringen,
um Konflikte zu vermeiden. Wenn jetzt gefordert wird, auch noch nach
Religionszugehörigkeit zu differenzieren (mindestens zwei Gruppen für
den Islam), so dürfte das die Städte heillos überfordern. Es sind
wohl auch nicht grundsätzliche Religionsfragen, die zu Streit
zwischen den Flüchtlingen in den Sammelunterkünften führen, sondern
eher kleine Ärgernisse, die sich aufstauen und irgendwann entladen.
Kein Wunder angesichts der dichten Raumbelegung und des zumeist
langweiligen Tagesverlaufs. Das A und O ist deshalb eine zügige
Bearbeitung der Asylanträge, damit die Flüchtlinge rasch in geordnete
Bahnen gelangen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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