Rheinische Post: Gewerkschaften laut IW-Studie im Westen stärker organisiert, aber weniger weiblich

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Die DGB-Gewerkschaften in Westdeutschland haben
im Vergleich zu den DGB-Organisationen in Ostdeutschland zwar einen
höheren Organisationsgrad, dafür liegt der Frauenanteil deutlich
niedriger. Das geht aus einer Studie des arbeitgebernahen Instituts
der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der „Rheinischen Post“
(Montagausgabe) vorab vorliegt. Demnach betrug der Organisationsgrad
– also das Verhältnis von DGB-Gewerkschaftsmitgliedern zu allen
Arbeitnehmern – im Westen insgesamt 16,2 Prozent, im Osten nur 14,6
Prozent. Bundesweit lag der Organisationsgrad bei 15,9 Prozent. „Nach
den letzten bundesweit vorliegenden Angaben vom Jahresende 2014
reicht die Spanne des Brutto-Organisationsgrads von 11,7 Prozent im
Mecklenburg-Vorpommern bis zu 28,2Prozent im Saarland“, schreibt der
Tarifexperte Hagen Lesch. „Am unteren Ende findet man auch Bayern
(12,7 Prozent) und Berlin (13,8 Prozent), am oberen Ende das Bremen
(24,8 Prozent) und Niedersachsen (19,3).“

Während im Westen 31,2 Prozent der Mitglieder in den
DGB-Gewerkschaften weiblich waren, kam der Osten auf 42,7 Prozent.
Den Frauenanteil bundesweit beziffert das IW auf 33,1 Prozent. Am
weiblichsten sind die DGB-Gewerkschaften demnach mit 44,7 Prozent in
Berlin, gefolgt von Sachsen-Anhalt (43,7) und Brandenburg (43,3). Die
geringsten Frauenanteile weisen das Saarland (25,9), Bayern (29,3)
und Bremen (29,9) auf.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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