Rheinische Post: Goldener Zügel für die Krankenhäuser

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Die Zahl der Kliniken in Deutschland wird
weiter sinken, der Protest vor Ort wird sich dennoch in Grenzen
halten. Denn an die Stelle der Feld-, Wald-, und Wiesenkliniken
sollen spezialisierte Häuser oder Versorgungszentren anderer Art
treten. Es wird nichts zerschlagen, sondern mit großzügigen Summen
umgebaut. Vor dem Hintergrund, dass sich in einer alternden
Gesellschaft die Bedürfnisse der Gesundheitsversorgung ändern, ist
das ein intelligenter Ansatz. Doch diese Krankenhausreform wird man
an ihrer Umsetzung messen müssen. Die Pläne, insbesondere für die
Qualitätssteigerung der Versorgung, sind sehr ehrgeizig. Die große
Frage ist, ob es gelingen wird, exakt zu messen, wer wie gut
arbeitet. Denn künftig soll die Bezahlung und damit die Existenz der
Kliniken von der Qualität der ärztlichen Kunst und der pflegerischen
Arbeit abhängen. Über die Bezahlung sollen auch überflüssige
Operationen abgestellt werden. Mit anderen Worten: Gröhe will die
Kliniken an den goldenen Zügel nehmen. Doch wenn die eigene Existenz
von der Behandlungsqualität abhängt, dann werden die Kliniken ihren
Ehrgeiz nicht nur in die praktische Arbeit, sondern vor allem in die
Einflussnahme auf die Qualitätsstandards stecken.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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