Rheinische Post: Gröhe beklagt 1,5 Milliarden Euro Kosten durch Antibiotikaresistenzen

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Angesichts einer weltweit zunehmenden
Verbreitung von Antibiotikaresistenzen hat Bundesgesundheitsminister
Hermann Gröhe (CDU) vor explodierenden Gesundheitskosten gewarnt.
„Mittlerweile verursachen Resistenzen allein in der EU Kosten von
schätzungsweise 1,5 Milliarden Euro pro Jahr“, sagte Gröhe der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Die
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gehe
zudem davon aus, dass in den OECD-Ländern bis 2050 sogar Kosten von
bis zu 2,9 Billionen US-Dollar entstehen könnten. „Wenn wir jetzt
nicht entschlossen handeln, wird es kommende Generationen noch viel
teurer zu stehen kommen“, sagte Gröhe. Kritik übte er an der
Weltgemeinschaft: „700.000 Menschen sterben weltweit jedes Jahr
infolge einer Infektion mit resistenten Erregern, aber nur ein
Viertel aller Staaten weltweit haben bislang Maßnahmen zur Bekämpfung
von Resistenzen ergriffen“, sagte Gröhe. Bereits gestern hatte er in
Berlin Amtskollegen aus sechs weiteren führenden Industrienationen zu
G7-Beratungen getroffen. Heute soll es auch um die Folgen der
Ebola-Krise in Westafrika gehen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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