Rheinische Post: Grüne kritisieren Schwesigs Familienpflegezeit als lebensfern

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Die pflegepolitische Sprecherin der
Grünen-Bundestagsfraktion, Elisabeth Scharfenberg, hat die
Familienpflegezeit aus dem Ressort von Bundesfamilienministerin
Manuela Schwesig (SPD) als lebensfern bezeichnet. „Die Pflegezeiten
passen nicht in die Lebenswirklichkeit pflegender Angehöriger“, sagte
Scharfenberg der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Freitagausgabe). Damit reagierte sie auf eine Einschätzung der
Ministerin, wonach es ein Erfolg sei, dass eineinhalb Jahre nach
Inkrafttreten des Gesetzes 39.000 Bundesbürger eine mehrmonatige
Pflege-Auszeit in Anspruch genommen hätten. „39.000 Personen sind
nicht viele – bei mindestens einer Million berufstätiger pflegender
Angehöriger“, sagte Scharfenberg. „Statt einfach nur Zahlen zu
verkünden, sollte Frau Schwesig rausfinden, warum so viele die
Pflegezeiten nicht in Anspruch nehmen“, so die Grünen-Politikerin.
Schließlich könne nur derjenige Familienpflegezeit in Anspruch
nehmen, „der auf Einkommen verzichten kann, nahe bei dem
pflegebedürftigen Menschen lebt und in einem Betrieb mit über 25
Mitarbeitern angestellt ist“, sagte Scharfenberg. Zudem sei noch
fraglich, ob der Pflegebedürftige so funktioniert, dass er immer nur
in den arbeitsfreien Zeiten Zuwendung braucht.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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