Rheinische Post: Grüne wollen DFB-Präsident Niersbach in den Sportausschuss des Bundestags laden

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Die Grünen wollen Wolfgang Niersbach, den
Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), vor den
Sportausschuss des Deutschen Bundestages einladen. „Wir werden als
Bundestagsfraktion den Tagesordnungspunkt ,Bericht über die Vergabe
der Fußball-WM 2006– beantragen und dafür den DFB-Präsidenten
Wolfgang Niersbach als Sachverständigen laden“, sagt Özcan Mutlu,
sportpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Niersbach soll
unter anderem Auskunft darüber geben, wie es zu den Ungereimtheiten
rund um die WM-Bewerbung des DFB kommen konnte. Noch immer ist
ungeklärt, was aus den 6,7 Millionen Euro geworden ist, die an den
Weltfußballverband Fifa überwiesen wurden. Wie der „Spiegel“
berichtet hatte, soll das Geld in einer „schwarzen Kasse“ dazu
gedient habe, Stimmen für den Zuschlag der Weltmeisterschaft 2006 in
Deutschland zu bekommen. Der DFB dementiert dies.

Peter Rauen, damaliges Mitglied im Kuratorium des
Organisationskomitees zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in
Deutschland, fordert ebenfalls vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine
lückenlose Aufklärung. „Es wäre schade, wenn ein Schatten über dem
Sommermärchen liegen würde“, sagt der ehemalige
Sportausschussvorsitzende im Bundestag. „Es ist aber außerhalb meiner
Vorstellungskraft, dass es zu Schmiergeldzahlungen gekommen sein
soll. Ich gehe davon aus, dass sich alles aufklären lassen wird.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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