Rheinische Post: Handwerk fordert weitere Verbesserungen für junge Flüchtlinge in Ausbildung

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Das deutsche Handwerk hat seine Bereitschaft
erklärt, noch deutlich mehr jugendliche Flüchtlinge auszubilden als
bislang. „Die Gesellschaft muss sich für die vielen jungen Menschen
einsetzen, die durch Krieg und Vertreibung zu uns kommen. Das
Handwerk ist bereit dazu“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter
Wollseifer der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Montagausgabe). „Die Betriebe wünschen sich jedoch einen belastbaren
Rechtsrahmen, denn sie gehen mit der Ausbildung auch ein Kostenrisiko
ein“, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks
(ZDH). „Unsere Handwerksunternehmer erwarten, dass kein junger
Flüchtling während der dreijährigen Ausbildungszeit ausgewiesen wird
– und möglichst auch weitere zwei Jahre in Deutschland arbeiten
kann“, sagte Wollseifer. Der Bundestag hatte erst unlängst
beschlossen, jugendliche Flüchtlinge, die einen Ausbildungsplatz
haben, zunächst für ein Jahr zu dulden – unabhängig davon, ob sie
asylberechtigt sind oder nicht. Die Duldung soll in jedem weiteren
Jahr überprüft werden. Diese Regelung gilt nicht für junge
Flüchtlinge, die bereits älter als 21 Jahre sind. „Viele junge
Flüchtlinge, die eine Ausbildung beginnen wollen, sind aber schon 22
oder älter, weil sie durch den Krieg wichtige Jahre verloren haben.
Der faktische Druck zu weiteren Änderungen wird wachsen“, sagte
Wollseifer.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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