Rheinische Post: IAB-Forscher: Deutschland bleibt Magnet für Einwanderer aus der EU

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Deutschland wird nach Einschätzung des
Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in den
kommenden Jahren das Hauptzielland für Einwanderer aus den anderen
EU-Staaten bleiben. „Deutschland ist und bleibt ein Magnet für
EU-Ausländer, insbesondere aus Osteuropa“, sagte
IAB-Migrationsforscher Herbert Brücker der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Die
Netto-Zuwanderung aus der EU ist seit 2010 kontinuierlich gestiegen.
2015 zogen über 340.000 EU-Bürger nach Deutschland“, sagte Brücker.
„In den nächsten Jahren können wir insbesondere mit weiter steigenden
Zahlen aus Rumänien und Bulgarien rechnen“, prognostizierte der
IAB-Experte. Der Zuzug aus anderen europäischen Ländern wie Polen
werde voraussichtlich auf dem aktuell hohen Niveau bleiben. „Der
Brexit könnte einen weiteren Anstieg auslösen“, sagte Brücker. Die
Gründe der hohen Zuwanderung aus den 28 EU-Mitgliedstaaten lägen in
der guten Arbeitsmarktsituation und dem im Vergleich zu Osteuropa
weiterhin höheren Lohnniveau. Aber auch die nicht überwundene Krise
in Spanien und Portugal, die schlechtere wirtschaftliche Verfassung
in Frankreich und Italien sowie das britische Brexit-Votum lenkten
das Migrationsinteresse auf Deutschland.

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Rheinische Post
Redaktion

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