Rheinische Post: Ifo-Chef Fuest fordert obligatorische Altersvorsorge

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Der neue Chef des Ifo-Instituts für
Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, hat die Einführung einer Pflicht
zur privaten und betrieblichen Altersvorsorge für Jedermann
gefordert. „Es sollte eine Pflicht für Jedermann geben nachzuweisen,
dass er für das Alter vorsorgt“, sagte Fuest der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Wenn sich die
Politik dazu nicht durchringen will, dann sollte sie sich für die
Opt-Out-Regel entscheiden: Zumindest abhängig Beschäftigte sollten
automatisch eine betriebliche Altersrente aufbauen“, sagte Fuest.
„Sie müssen selbst aktiv widersprechen, wenn sie das nicht wollen.
Erfahrungsgemäß machen die meisten Leute dann mit.“ Der Ökonom warnte
zugleich vor einer Anhebung des gesetzlich festgelegten Rentenniveaus
in den kommenden Jahren. „Davor kann man nur warnen. Das würde die
jungen Generationen stark belasten“, sagte der Ifo-Chef. „Wer jetzt
sagt, das Rentenniveau soll höher sein, muss sagen, wie er das
finanzieren will: durch höhere Beiträge oder höhere Steuern zu Lasten
der Jüngeren?“, fragte der Ökonom. „Nach 2030 wird das Rentenniveau
weiter absinken müssen“, stellte er klar.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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