Rheinische Post: IntegrationsbeauftragteÖzoguz sieht in Deutschland einen „entspannteren Umgang mit Religionen“ als in Frankreich

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Die Integrationsbeauftragte der
Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), hat der Bundesrepublik im
Vergleich zu Frankreich einen „entspannteren Umgang mit Religionen“
attestiert. „Ich glaube, wir diskutieren in Deutschland intensiver
über Integrationspolitik und den Islam“, sagte Özoguz der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Das sei
anstrengend, führe aber dazu, dass wir trotz aller Debatten
entspannter mit Religionen umgingen, sagte die Staatsministerin. Sie
beteiligte sich damit an der Suche nach Gründen, warum es in
Frankreich mit der Amokfahrt in Nizza wiederholt zu einem Anschlag
gekommen war, während Deutschland von derlei Attacken bisher
verschont blieb. „Die strikte Trennung von Staat und Kirche in
Frankreich hat hingegen dazu geführt, dass Religion dort fast
komplett aus dem öffentlichen Leben verbannt ist“, sagte Özoguz. Das
erschwere und ersticke die Auseinandersetzung, der Laizismus
übertünche quasi alle Konflikte. Ohne Verständnis für Terroristen
zeigen zu wollen, fügte Özoguz hinzu: „Viele Muslime in Frankreich
verstehen den rigorosen Laizismus als Angriff auf sie selbst und ihre
Religion.“ Und wenn dann die Gleichheit immer wieder beschworen
werde, Jugendliche mit nordafrikanischen Wurzeln auf dem Arbeitsmarkt
aber diskriminiert würden, frustriere das umso mehr, so die
SPD-Politikerin.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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