Rheinische Post: Irans Antworten Kommentar Von Martin Bewerunge

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Jubel bei Diplomaten, Goldgräberstimmung unter
Exporteuren, Sorge bei Ökonomen, Skepsis bei Sicherheitsexperten –
der Wegfall der Sanktionen gegen den Iran nach einem Jahrzehnt
schwierigster Verhandlungen löst gemischte Gefühle aus. Wohin werden
wirtschaftlicher Aufschwung und erstarkendes Selbstbewusstsein den
von Mullahs regierten Staat nach dem Ende der Abschottung führen?
Drohen neue Risiken durch einen weiteren Verfall des Ölpreises, wenn
das Land den engen Markt mit seinem schwarzen Gold flutet? Wie viel
von Irans neuen Milliarden wird in dunkle Kanäle zur Finanzierung von
Krieg und Terror fließen? Die Antworten auf solche Fragen werden
nicht lange auf sich warten lassen, und sie verdienen es, genau
beobachtet zu werden. An ihnen wird sich erweisen, ob die Hoffnung
berechtigt ist, dass der Iran in die Weltgemeinschaft zurückkehrt.
Vor allem an der Rolle, die das Mullah-Regime bei den internationalen
Friedensbemühungen für Syrien übernimmt. Aktuell mag der Iran als
schönes Beispiel dafür herhalten, dass sich langer Atem in der
Diplomatie auszahlt. Die Lösung des Syrien-Konflikts aber kann kein
Jahrzehnt lang dauern.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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