Rheinische Post: Ja oder nein zum Kind Kommentar Von Reinhold Michels

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Zum erneuten Vorstoß der Jungen Union für eine
Kinderlosen-Abgabe zunächst dies: „Schnell fertig ist die Jugend mit
dem Wort, das schwer sich handhabt, wie des Messers Schneide“
(Schiller). Es stimmt, was Familienministerin und Mutter Kristina
Schröder 2012 sagte: Es sei vernünftiger, Kinderwünsche zu befördern,
statt Kinderlosigkeit zu bestrafen. Das Gute an dem Vorstoß ist, dass
er Artikel 6 der Verfassung unterstreicht: „Ehe und Familie stehen
unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.“ Und dass
Jüngere die politisch Verantwortlichen zu Recht bedrängen, die
haarsträubend niedrige deutsche Geburtenrate zum Großthema zu machen.
Wenn sich in einem Sonntagsblatt ein gewollt kinderloser Mann mit
Partnerin brüstet, er habe nichts gegen Kinder, sie seien ihm nur
egal – dann ist das Ausdruck sowohl von Selbstbestimmung als auch von
Wohllebe-Egozentrik. Und wenn ältere Ladies vor kurzem einer jungen
Kollegin den ganz natürlichen Kinderwunsch madig zu machen
versuchten, ist das erbärmlich zukunftsvergessen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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