Rheinische Post: Keine Lebensgefahr durch Kohlekraftwerke = Von Thomas Reisener

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Deutsche Kohlekraftwerke töten jährlich 3100
Menschen. Mit dieser Behauptung im Gewand einer wissenschaftlichen
Studie schürt die Umweltorganisation Greenpeace Angst bei all jenen,
deren schlechtes Umweltgewissen ohnehin ständig nach Vorboten der
Apokalypse sucht. Der sachliche Hinweis auf die ökologischen Risiken
der Industrie ist notwendig. Aber das Schüren von Todesängsten ist
völlig unangemessen. Allem Öko-Alarmismus zum Trotz steigt die
Lebenserwartung Jahr für Jahr an. Wer vor 130 Jahren geboren wurde,
erlebte selten das 40. Lebensjahr. Heute ist die Lebenserwartung
doppelt so hoch. Sie ist nicht trotz, sondern wegen der
Industrialisierung gestiegen. Erst die Industrie hat den Wohlstand
geschaffen, der gesunde Ernährung und gute medizinische Versorgung
ermöglicht. Außerdem unterliegt gerade die deutsche Industrie
scharfen Öko-Auflagen. Greenpeace hatte schon bessere Zeiten. Ihre
Kampagnen gegen Atomtests und den Walfang machten die Organisation in
den 1970er und 1980er Jahren zum Mythos. Dass davon nicht mehr viel
übrig ist, liegt auch an Aktionen wie dieser plump gestrickten
Anti-Industrie-Kampagne.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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