Rheinische Post: Kommentar / Anreiz Taschengeld = Von Detlev Hüwel

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Keine Frage: Menschen, die als politische
Flüchtlinge zu uns kommen, muss geholfen werden. Das geschieht in
Deutschland in starkem Maße. Fest steht aber auch, dass die Hilfe
nicht unendlich sein kann. Wer nicht politisch verfolgt ist, kann
sich nicht auf unser Asylrecht berufen. Genau das tun aber viele
Menschen, die vom Balkan auch nach NRW gelangen. Für sie mag es
verlockend sein, eine Zeit lang soziale Wohltaten in Anspruch zu
nehmen, zu denen auch das Taschengeld gehört: Vom ersten Tag bekommt
auch ein scheinbarer Asylbewerber 142 Euro im Monat. Eine vierköpfige
Familie kann mit rund 400 Euro rechnen. Das klingt nicht nach allzu
viel, doch das Geld stellt gewiss einen Anreiz dar, zumal die
Asylverfahren durchschnittlich sieben Monate dauern. Der Präsident
des Bundesamtes für Migration (BAMF) hat vorgeschlagen, all jenen,
die von vornherein keine Aussicht auf Anerkennung als Asylbewerber
haben, kein Taschengeld zu zahlen. Je mehr Menschen vom Balkan zu uns
kommen, desto dringender wird es, über seinen Vorstoß nachzudenken.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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