Rheinische Post: Kommentar / Auf dem Tiefpunkt = Von Helge Donath

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So schlecht wie zurzeit stand es seit 30 Jahren
nicht mehr um die russisch-amerikanischen Beziehungen. Wie dramatisch
der Einbruch ist, lässt sich schon daran festmachen: Was eigentlich
zum Vorteil gereichen sollte, die Vertrautheit des US-Außenministers
Rex Tillerson mit Kremlchef Putin, verkehrt sich nun ins Gegenteil.
Tillerson geht auf Distanz, um sich nicht auch dem Verdacht
auszusetzen, während der US-Wahlen mit dem Kreml gemeinsame Sache
gegen die Demokraten gemacht zu haben. Die harte Linie gegenüber
Moskau nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff Assads ist für Trumps
Team ein Befreiungsschlag. Der Kreml erhielt unterdessen mit
Wunschkandidat Donald Trump eine Person, die russischen „Spielereien“
nicht mehr so duldsam begegnen dürfte wie einst Barack Obama. Trump
verzockte sich ein-, Putin gleich zweimal. Erst rettete er
Assad-al-Baschar, der ihm Ketten anlegte. Dann war er – wenn auch nur
medial – behilflich, Donald Trump ins Amt zu befördern. Dem Kreml
fehlt die Expertise.

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