Rheinische Post: Kommentar: Bayers Politiküberzeugt nicht

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Der größte Übernahmekampf eines deutschen
Konzerns wird spannend. Schon zweimal musste Bayer das Angebot für
Monsanto erhöhen, und es reicht immer noch nicht. Die Art, wie Bayer
den Deal managt, ist wenig überzeugend: Bei der Übernahme von
Mannesmann durch Vodafone gab es drei Angebote, dann war man sich
einig. Bayer erhöht dagegen per Salami-Taktik – das aktuell dritte
Angebot wird nicht das letzte sein. Zugleich kann Bayer nicht
glaubhaft mit feindlicher Übernahme drohen, schon jetzt wachsen die
Widerstände. Auch mit der Arroganz von Leverkusen kommt man nicht
weit. Dabei gibt es gute Gründe für den Deal: Bayer würde wieder ein
zweites starkes Bein bekommen, das Schwächen bei Pharma ausgleicht.
Bayer würde im weltweiten Monopoly Treiber und nicht Getriebener
sein. Langsam muss eine Entscheidung her: Entweder Bayer bekommt
Monsanto absehbar zu einem vertretbaren Preis – oder Baumann sollte
den Mut haben, den Deal abzublasen. Sein Vorgänger Dekkers hat
vorgemacht, dass man aus Abenteuern auch aussteigen kann, wenn sie zu
teuer werden. Persönliche Eitelkeiten dürfen dabei keine Rolle
spielen. Dafür stehen zu viele Jobs auf dem Spiel.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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