Rheinische Post: Kommentar / Das Problem Rente = Von Georg Winters

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Niemand sollte den Rentnern von heute die
kräftige Rentensteigerung 2016 missgönnen. Erstens haben die
Generationen dafür hart gearbeitet, zweitens folgt die Erhöhung der
gesetzlichen Rentenformel. Mit Bescherung hat das nichts zu tun,
sondern mit einfacher Arithmetik. Gleichzeitig sollte sich jeder
darüber im Klaren sein, dass die fetten Jahre bald vorbei sein
werden. Die Rücklagen in der Rentenversicherung werden schmelzen,
Beitragserhöhungen sind nur noch eine Frage der Zeit. Schuld daran
ist die Rentenpolitik der Bundesregierung, die mit der abschlagfreien
Rente den falschen Anreiz gesetzt hat in einer Zeit, in der längere
Lebensarbeitszeiten nahezu unumgänglich geworden sind, und deren
Mütterrente viel Geld kostet, ohne dass die finanzielle Not vieler
Empfängerinnen gelindert wird. Vorruheständlern und Müttern sei ihre
Rente gegönnt, aber das Geld dafür müsste aus dem Steuertopf kommen
und nicht aus der Rentenkasse. Die Zeche für die verfehlte
Rentenpolitik zahlen die heutigen Beitragszahler. Und je jünger die
sind, umso größer wird ihre spätere Notlage.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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