Rheinische Post: Kommentar / Der AfD-Spuk ist vorbei = Von Martin Kessler

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Rechts von der Union darf es keine demokratisch
legitimierte Partei geben. Das gilt noch immer als eherner Grundsatz
der Christdemokraten. Die Alternative für Deutschland (AfD) war die
erste ernstzunehmende Herausforderung für diese Doktrin. Nach der
Spaltung der AfD ist offenbar auch dieser Versuch zum Scheitern
verurteilt. Daraus lassen sich zwei Schlussfolgerungen ziehen.
Erstens: Wirtschaftsprofessoren vom Schlage eines Bernd Lucke können
keine politische Partei führen. Zweitens: Für Rechtsnationalisten
oder gar eine NPD light gibt es keinen Platz in Deutschland –
bestenfalls einige Erfolge bei Landtagswahlen. Selbst national
gesinnte bürgerliche Wähler wenden sich ab, wenn Intoleranz,
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit offen die Agenda einer Partei
bestimmen. Es gibt deshalb gute Chancen, dass der AfD-Spuk bald
vorbei ist. Davon dürfte in erster Linie die FDP profitieren, die
sich standhaft geweigert hat, auf Rechtskurs zu schwenken. Aber auch
die Union kann vorerst aufatmen. Sie darf aber nicht die
konservativen Wähler auf Dauer verprellen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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