Rheinische Post: Kommentar / Der Bund muss helfen = Von Detlev Hüwel

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Die rapide wachsende Zahl von Flüchtlingen
weckt Erinnerungen an die frühen 90er Jahre, als Turnhallen zu
Asylunterkünften umgestaltet und massenhaft Wohncontainer aufgestellt
wurden. Alles schon mal da gewesen? Der Unterschied: Damals handelte
es sich vielfach um Wirtschaftsflüchtlinge, die von den Wohltaten im
Westen angelockt wurden, aber irgendwann unser Land verlassen
mussten. Diesmal sind es zumeist Asylbewerber, für die es in ihrer
Heimat keine Bleibe gibt und die deshalb große Chancen haben,
anerkannt zu werden. Deswegen ist ein professionelles Management
unabdingbar. Es kann nicht sein, dass Menschen wie in München unter
freiem Himmel übernachten müssen. Die Forderung nach einem
Flüchtlingsbeauftragten in den Ländern ist nur zu berechtigt. Jetzt
müssen aber auch die Kommunen entlastet werden. Vielen Städten gerade
in NRW steht das Wasser bis zum Hals. Das Land und vor allem der Bund
müssen sich zu ihrer Verantwortung bekennen. Der heutige
Flüchtlingsgipfel kann dafür ein Zeichen setzen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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