Rheinische Post: Kommentar / Der gekaufte Fußball = Von Robert Peters

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Die Fifa hat erstmals eingeräumt, dass
Fußball-Funktionäre über Jahre ihre Stimmen bei der Wahl von
WM-Ausrichtern verkauft haben. Das ist keine überraschende
Feststellung mehr. Aber es ist bemerkenswert, dass der Weltverband
sie selbst trifft. Sein neuer Präsident Gianni Infantino kann das als
ersten sehenswerten Beweis dafür feiern lassen, dass nach dem
geschlossenen und korrupten System seines Vorgängers Sepp Blatter ein
neuer Geist der Transparenz und Rechtschaffenheit einzieht. Noch aber
ist die Frage, ob Infantino sich nur hat treiben lassen von den
Erkenntnissen der US-Ermittler, die Funktionären Bestechlichkeit
nachgewiesen haben. Vielleicht bleibt Infantino gar nichts anderes
übrig, als sich an die Spitze der Aufräumkolonne zu setzen. Das
Ergebnis ist in jedem Fall positiv. Denn es könnte zur dringend
notwendigen Erneuerung der Fifa führen. Und vielleicht kommen nun
noch mal die Vergabe-Formalitäten der Turniere in Russland (2018) und
Katar (2022) auf die Tagesordnung. Das wäre zu schön.

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Rheinische Post
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Telefon: (0211) 505-2621

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