Rheinische Post: Kommentar: Der Terror wohnt nebenan

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Die Islamisten leben unter uns. Terrorhelfer
und Kämpfer wohnen nebenan – in Gladbach, Düsseldorf oder Dinslaken.
Wer auffällig wird, steht unter Beobachtung – nicht selten seit
Jahren. Festnahmen aber blieben lange die Ausnahme. Das ändert sich
nun. Seit den Terroranschlägen von Paris greifen Justiz und Polizei
offensichtlich schneller und energischer durch. Polizeiaktionen – wie
die gestrige gegen den Konvertiten Sven Lau – zeigen, wie ernst die
Staatsgewalt die Bedrohung nimmt. Was lange als verbale
Verunglimpfung abgetan wurde, wird endlich als gefährliche Propaganda
gewertet, als Aufruf zum heiligen Krieg gegen die Ungläubigen – als
Hetze gegen uns. Hassredner Sven Lau ist als Terrorhelfer entlarvt.
Seine Festnahme in Mönchengladbach trifft den Kern der radikalen
salafistischen Szene in NRW. Das ist ein Erfolg der Fahnder, aber
auch mit dem Eingeständnis verbunden, dass Auftritt und Handeln von
Lau mittlerweile anders bewertet werden. Paris hat viel bewegt. Das
Potenzial möglicher Terrorhelfer ist mit 500 Gefährdern in der
salafistischen Szene besonders groß. Wer deren Aktionen bislang als
Fanatismus-Theater abgetan hat, muss erkennen: Die Gefahr ist real.
Sie lauert nebenan.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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