Rheinische Post: Kommentar: Die Chuzpe des Papstes

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Kleinmut kann man diesem Papst wahrlich nicht
vorwerfen. Franziskus besucht gleich drei Länder in Afrika, die im
Fadenkreuz von Terror und Gewalt stehen und obendrein bettelarm sind.
Er eifert darin seinem Namenspatron und seinem Herrn nach, die beide
gleichfalls die Begegnung mit den Ausgestoßenen und Elenden suchten.
Er riskiert – auch hier Jesus und Franz von Assisi ähnlich – sein
eigenes Leben. Wenn nicht einmal die vor Ort erfahrenen Franzosen die
Sicherheit des Heiligen Vaters in der Zentralafrikanischen Republik
gewährleisten können, wie schaffen das die schlecht besoldeten
Polizisten dieses zerrütteten Staates? Sollte der Papst also besser
auf den Besuch verzichten, wie es ihm einige Berater empfohlen haben?
Sie liegen nicht ganz falsch. Schließlich geraten auch andere
Menschen in Gefahr. Doch das Verhalten des Papstes ist genau dafür
ein Zeichen, dass er niemanden in seinem Elend vergessen will. Das
dürfte die Christen in Afrika, aber auch Menschen anderer Religion
begeistern. Man muss Mut und Chuzpe dieses Mannes und seiner
Begleiter bewundern.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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