Rheinische Post: Kommentar / Die Inklusion darf nicht scheitern = Von Frank Vollmer

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Man kann natürlich die Klagen, wie sehr es in
NRW holpert mit der Inklusion, für Einzelfälle halten. Ein Eindruck
aber drängt sich förmlich auf: Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit
auseinander. Die Schulen hängen in einer Zwischenwelt – Inklusion
wird zur Regel, aber Sonderpädagogen fehlen, ebenso Erfahrungen unter
den Regelschullehrern, wie mit Krisen umzugehen ist. Ausbaden müssen
das alle Schüler, nicht nur die förderbedürftigen. Billig wäre es,
einfach mehr Geld zu fordern; verantwortungsvolles Haushalten gehört
zur Generationengerechtigkeit wie gute Bildung. Aber über eine
bessere Verteilung muss das Ministerium nachdenken. Ist wirklich kein
Experte in den vielen Gremien und Qualitätszirkeln abkömmlich,
zumindest bis genug Sonderpädagogen ausgebildet sind? Jeder
verfügbare Lehrer in die Schulen – das muss die Devise sein: ein
Feuerwehrprogramm für die Inklusion. Fahrlässige Vorbereitung und
verkorkste Umsetzung hatten wir in Nordrhein-Westfalen schon einmal,
beim „Turbo-Abitur“. Die verheerenden Folgen sind bekannt: Die
Akzeptanz der Riesenreform ist zerstört, womöglich für immer. Bei der
Inklusion darf sich das nicht wiederholen. Auf keinen Fall.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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