Rheinische Post: Kommentar: Die nächste Autoaffäre?

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Die gestrige Verlautbarung des
Kraftfahrtbundesamtes ist eine Zumutung für jeden Verbraucher und für
die Autoindustrie als einer der Pfeiler der deutschen Wirtschaft:
Nebulös wird bekannt gegeben, man habe bei mehr als 50 getesteten
Autos „zum Teil erhöhte Stickoxidwerte bei unterschiedlichen Fahr-
und Umgebungsbedingungen festgestellt“. Aber auf die Frage, ob damit
die Binsenweisheit gemeint sei, dass Wagen beim echten Fahren mehr
Stickoxid emittieren als bei den Labortests, gibt es keine Antwort.
Und auch die Nachfrage, ob damit darauf hingewiesen werden solle,
dass wohl auch andere Unternehmen als VW ihre Motoren für Tests
frisiert haben, bleibt unbeantwortet. Was für eine
Informationspolitik! Mehr Klarheit gibt nur die Aussage, man wolle
mit den Herstellern die Ergebnisse diskutieren, bevor „rechtlich
verwertbare Ergebnisse“ da sind. Die Autofahrer müssen also
aufmerksam bleiben. „Rechtlich verwertbare Ergebnisse“ können
schlimmstenfalls zur Folge haben, dass weitere Wagen in die Werkstatt
müssen. Droht da eine neue Autoaffäre?

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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