Rheinische Post: Kommentar / Die neue Hilfspolizei = Von Thomas Reisener

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Nach dem Kölner Silvester-Chaos hat auch
NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) begriffen, dass seine Polizei mehr
Präsenz zeigen muss. Plötzlich kann er gar nicht mehr so viele
Polizisten ausbilden, wie er auf die Straße schicken will. Also führt
er den „Polizei-Verwaltungsassistenten“ ein: Preisgünstige Kräfte für
den Innendienst, damit die „richtigen“ Polizisten weniger Zeit am
Schreibtisch verbringen. Gut so. Peinlich für Jäger ist nur, dass die
CDU das schon seit drei Jahren fordert. Eigentlich müsste der
„Polizei-Verwaltungsassistent“ jetzt Auftakt jener Polizei-Reform
sein, die Jäger seit seinem Amtsantritt scheut: die umfassende
Entlastung der Beamten von Routine- und Bagatellaufgaben. Polizist
werden heißt heutzutage in NRW: Mindestens einen Bachelor-, wenn
nicht sogar einen Masterstudiengang absolvieren. Während die
Polizeiausbildung also massiv aufgewertet wurde (und Polizisten
entsprechend teuer geworden sind), wurde der Aufgabenbereich der
Polizei aber noch nie entrümpelt. Was dazu führt, dass in NRW selbst
Radarfallen von Akademikern bedient werden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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