Rheinische Post: Kommentar / Die Schande von Dresden = Von Martin Kessler

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Deutschland ist ein weltoffenes und tolerantes
Land, in dem die Religionsfreiheit eines der heiligsten Grundrechte
ist. Um so mehr empört der Anschlag auf eine Moschee in Dresden.
Gerade weil viele in Deutschland zu Recht die Verfolgung von Christen
in vielen Teilen der Welt anprangern, müssen unsere
Sicherheitsbehörden entschieden gegen terroristische Islam-Hasser
vorgehen. Es ist schon schlimm genug, dass die deutsche Polizei
Synagogen vor Rechtsextremisten und anderen Irregeleiteten beschützen
muss. Es ist kein gutes Zeichen, dass der Schutz von Moscheen
hinzukommt. Schon jetzt beklagen die islamischen Verbände in
Deutschland die hohe Zahl von Attacken auf muslimische Gotteshäuser.
Es ist dringend erforderlich, auch die zu zählen, um das Ausmaß der
Bedrohung zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wichtig ist
auch, dass die Religionen und Vertreter der Zivilgesellschaft sich
ihrer Toleranz vergewissern. Nur wenn die große Mehrheit zeigt, dass
sie die religiösen Gefühle und Auffassungen der jeweils anderen
respektiert, isoliert sie die Täter von Dresden.

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