Rheinische Post: Kommentar / Digital Tempo machen = Von Florian Rinke

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Es ist inzwischen vier Jahre her, dass der
Verlag Axel Springer Führungskräfte auf eine einjährige Bildungsreise
ins Silicon Valley schickte. Sie sollten herausfinden, was aus dem
US-Technik-Mekka auf uns zukommt. Zurück in Deutschland, krempelten
sie den Verlag um, um ihn für die Herausforderungen der
Digitalisierung fit zu machen. Hannelore Kraft war zur gleichen Zeit
in den USA. Doch als sie zurückkam, passierte nichts. Erst zwei Jahre
später verkündete sie den digitalen Aufbruch. Seitdem läuft NRW der
Entwicklung hinterher. Die Antwort auf die Große Anfrage der FDP
belegt das. Immerhin: Inzwischen wurde einiges angestoßen, auch gute
Projekte. Und natürlich muss man der Landesregierung ein wenig Zeit
geben. Das Problem ist allerdings, dass die Sache eilt. Wer aufholen
will, muss doppelt so schnell sein. Davon ist in NRW nichts zu
spüren. Die Kassen sind leer, schon klar. Gute Ideen gibt es aber
kostenlos. Mag sein, dass Hannelore Kraft sich manches für den
Wahlkampf aufhebt. Tech-Unternehmen in China, den USA oder Israel ist
das egal. Die schaffen jetzt die Fakten.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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