Rheinische Post: Kommentar: Durchblick beim Fleisch

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Viele Menschen möchten mehr darüber wissen, was
das für Fleisch ist, das sie da gerade verzehren. Doch nicht nur das:
Ihnen ist auch am Tierwohl gelegen. Sie möchten kein Fleisch von
Tieren essen, die nie Tageslicht gesehen haben, mit Antibiotika
vollgepumpt auf engstem Raum zusammengepfercht wurden oder kurz vor
ihrer Schlachtung extremste Situationen durchlitten haben.
Verbraucherschützer schlagen daher eine Fleischkennzeichnungspflicht
vor. Analog zu der geltenden Regelung bei Hühnereiern soll es vier
Fleisch-Klassen geben, von der besten Kategorie, dem Bio-Fleisch, bis
zur schlechtesten, der konventionellen Massentierhaltung. Das ist
eine hervorragende Idee. Durch diese Einstufung würde das
Verbrauchervertrauen in das gekaufte Fleisch steigen. Für
nachgewiesene sehr gute Qualität sind manche Käufer bereit, mehr zu
bezahlen. Wie die Erfahrung mit den Eiern zeigt, bleiben genügend
Abnehmer auch für Produkte schlechterer Qualität. Der Agrarminister
sollte sich im Verbrauchersinn zu einer solchen mutigen
Kennzeichnungspflicht beim Fleisch durchringen.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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