Rheinische Post: Kommentar / Dürre Auswahl = Von Michael Bröcker

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Wer die TV-„Debatte“ der republikanischen
Kandidaten für das Amt der immer noch mächtigsten Person der Welt
gesehen hat, dem muss als Europäer angst und bange werden. Was sagt
es über die US-Konservativen aus, wenn der offen frauenfeindliche und
auch sonst eher unzivilisierte Immobilien-Milliardär Donald Trump in
Umfragen vorne liegt? Und kennt jemand auch nur eine bedenkenswerte
außenpolitische Position von Marco Rubio oder Jeb Bush jenseits einer
Rückkehr zur Rolle des Weltsheriffs? Die Republikaner geben 14 Monate
vor den US-Präsidentschaftswahlen ein eher bescheidenes Bild ab. Kein
junger Reagan, kein Typ Bush senior in Sicht.

Die demokratische Kandidatin Hillary Clinton dürfte sich gelassen
vor dem Fernseher zurückgelehnt haben. Sie wird im Wahlkampf ihre
exekutive Erfahrung ausspielen. Für die vielen nostalgiegefährdeten
Transatlantiker in Europa muss das nicht zwingend besser sein. Es war
Hillary Clinton, die den „pivot to asia“, also die Hinwendung der
US-Außenpolitik zu Asien, erfunden und populär gemacht hat. Europa
kommt auch bei Hillary Clinton erst an zweiter Stelle.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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