Rheinische Post: Kommentar / E-Bikes statt E-Autos = Von Thomas Reisener

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Eine Million Elektroautos bis 2020 in
Deutschland – das verspricht der Koalitionsvertrag. Bislang fahren
von den 46 Millionen Autos hier aber erst 25.000 elektrisch. Darum
wirft die Regierung den E-Autos ständig Fördergeld nach – erst im
April wieder 1,2 Milliarden Euro Kaufprämien. Das ist absurd. Es gibt
längst eine bessere Technik: E-Bikes sind auch abgasfrei, verursachen
keine Staus und brauchen keine Parkplätze. Und sie sind beliebt: Ganz
ohne Förderung wurden in Deutschland allein im vergangenen Jahr
20-mal mehr E-Bikes verkauft, als die E-Auto-Industrie in zehn Jahren
an Stückzahlen geschafft hat. Fazit: 25 Millionen Euro
Radschnellweg-Förderung sind viel zu wenig. Flösse auch nur die
Hälfte der E-Auto-Förderung in Hilfen für den Fahrradverkehr, wäre
das Leben auf Deutschlands Straßen viel entspannter und dazu auch
gesünder. Die Fahrrad-Hauptstadt Münster hat das schon vor 30 Jahren
erkannt und gehört nicht zuletzt deshalb heute zu den attraktivsten
Städten der Republik. Erstaunlich, wie lange es braucht, bis ein
erwiesenes Erfolgsmodell sich in Deutschland durchsetzt.

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