Rheinische Post: Kommentar / Ein sinnvoller Vorstoß beim Unterrichtsausfall = Von Frank Vollmer

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Es bewegt sich also doch was in der Frage, wie
in Nordrhein-Westfalen der Unterrichtsausfall erfasst werden soll.
Ein aussichtsreicher Vorschlag plädiert dafür, dass alle Schulen je
einmal im Jahr an einer Stichprobe teilnehmen, die über das ganze
Schuljahr läuft. Das wäre gut. Je mehr Schulen mitmachen und je
größer der Zeitraum ist, der erfasst wird, desto höher die Akzeptanz
der Stichprobe. Warum die Bewegung erst jetzt kommt, obwohl das
Problem seit Jahren die Gemüter erhitzt, ist allerdings
unverständlich – weil sie auf die Bildungskonferenz warten will,
reagiert die Schulministerin zu spät. Trotzdem: Die ausgeweitete
Stichprobe könnte sich als sinnvoller Kompromiss erweisen. Alle
Beteiligten sollten positiv an das neue Verfahren herangehen und es
nicht bloß als defizitäre Durchgangsstufe auf dem Weg zur
Totalerfassung sehen. Wichtig ist aber auch noch eine bessere
Definition: Was ist Unterrichtsausfall? Vielleicht setzt sich hier ja
die Erkenntnis durch, dass es neben „ausgefallen“ und „nicht
ausgefallen“ eine dritte Kategorie gibt: wenn die Schüler sich in der
Schule beschäftigen, aber eben nicht unterrichtet werden – das
berühmt-berüchtigte eigenverantwortliche Arbeiten. Das als eigene
Zwischenstufe auszuweisen, wäre nur fair.

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