Rheinische Post: Kommentar: Einbruchsradar fängt keine Verbrecher

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Der neue Einbruchsradar, mit dem die
Landesregierung künftig noch aktueller über die Anzahl und die
genauen Orte der Wohnungseinbrüche in NRW informieren will, ist ein
Marketing-Gag. Die bloße Veröffentlichung dieser Informationen wird
viel zur Verunsicherung der Bevölkerung beitragen. Aber sie wird
keinen einzigen Einbruch verhindern. Wenn überhaupt, kann nur die
Polizei mit dem schnellen Wissen über neue Einbruchs-Schwerpunkte
etwas anfangen. Und die hat diese Erkenntnisse schon längst. Aber was
sollen die Bürger damit anfangen? Sich bewaffnen? Oder ihre Häuser
nicht mehr verlassen? Oder – umgekehrt – das Weite suchen, weil in
der Nachbarschaft häufiger eingebrochen wird? Das einzige, was Bürger
angesichts der dramatischen Entwicklung bei den
NRW-Wohnungseinbrüchen tun können, ist die Verbesserung des passiven
Einbruchsschutzes: Zusätzliche Schlösser, Alarmanlagen, Sperrriegel.
Die Polizei berät. Den Rest muss die Polizei schon selbst erledigen.
Dafür muss sie von überflüssigen Aufgaben entlastet werden, die
unnötig Kräfte binden – wie zum Beispiel die Einführung eines
wöchentlichen Einbruchsradars.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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