Rheinische Post: Kommentar / Eine Rente gegen versteckte Altersarmut = Von Eva Quadbeck

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Die Lebensleistungsrente ist eine gute Idee.
Sie wird jenen helfen, die lange Jahre mit geringem Lohn gearbeitet
haben, deren Rente aber nicht zum Leben ausreicht. Sie würde viele
Menschen aus der Sozialhilfe im Alter herausholen. Vor dem
Hintergrund, dass sich oft diejenigen schämen, „zum Amt“ zu gehen,
die stets fleißig waren, könnten Menschen von dieser Rente
profitieren, die es schlicht verdient haben. Das neue Modell wäre ein
wirksames Mittel gegen versteckte Altersarmut. Aktuell ist der Anteil
an mittellosen Senioren gering. In Zukunft wird die Altersarmut aber
wachsen, da immer mehr Menschen in den Ruhestand gehen, die von
schlecht bezahlten Jobs und zeitweise von Arbeitslosengeld gelebt
haben. Auch sie würden von der Lebensleistungsrente profiteren. Trotz
der zunehmend angespannten Stimmung in der großen Koalition liegen
die Chancen nicht schlecht, dass die Reform noch realisiert wird. Es
muss aber unbedingt sichergestellt werden, dass sie nicht aus der
Rentenkasse, sondern aus Steuermitteln finanziert wird. Weil die
Lebensleistungsrente Steuermittel in der Grundsicherung einspart, ist
eine Finanzierung machbar.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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