Rheinische Post: Kommentar / Einigungschance vertan = Von Maximilian Plück

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Der nächste Streik bei der Lufthansa bahnt sich
an. Viele Kunden werden genervt sein. Langsam – so scheint es –
werden Tarifstreitigkeiten bei der Lufthansa zum Dauerzustand.
Besonders ärgerlich, dass es ausgerechnet zur Urlaubszeit zu
Arbeitskämpfen kommen könnte. Natürlich kann sich die Lufthansa nicht
von einer Gewerkschaft in ihre unternehmerischen Entscheidungen
hineinreden lassen. Die sind Sache des Managements. Doch vielleicht
hätte es genützt, wenn sich das Unternehmen ein Beispiel an einem
anderen Dax-Konzern genommen hätte: der Post. Die hatte sich bei den
Tarifverhandlungen am Wochenende darauf eingelassen, mit der
Gewerkschaft Verdi über die neuen Paketzusteller-Gesellschaften
zumindest zu sprechen. Und doch gelang es der Konzernführung, sich
durchzusetzen. Die Billiggesellschaften kommen – wenn auch ohne die
Bestandsmitarbeiter. Die Lufthansa hätte genauso selbstbewusst in der
Gesamtschlichtung mit der Vereinigung Cockpit verhandeln können. Das
hätte den Kunden eine weitere Runde Piloten-Streiks erspart.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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