Rheinische Post: Kommentar / Eons Abstieg = Von Florian Rinke

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Es gab Zeiten, in denen die Aktien von
Energiekonzernen Renten-Papiere waren: Sie fuhren Riesengewinne ein,
schütteten hohe Dividenden aus; wer vorsorgen wollte, konnte beruhigt
auf Eon, RWE und Co. setzen. Das scheint eine Ewigkeit her zu sein,
dabei erreichte die Eon-Aktie ihr Allzeithoch 2008. Mit mehr als 100
Milliarden Euro Börsenwert war Eon der wertvollste Konzern des
Landes. Heute versuchen die einstigen Riesen, hektisch Teile ihres
siechen Körpers abzuschlagen, um wenigstens in Teilen überlebensfähig
zu sein. Doch das gelingt kaum. Erst musste Eon seine Atomsparte
behalten, damit die Abspaltung Uniper überhaupt eine Chance hat. Nun
drohen erneut Abschreibungen in Milliardenhöhe auf die Kohle- und
Gas-Resterampe. Dass sich der Eon-Kurs an der Börse kaum bewegt,
zeigt vor allem, dass Anleger längst die Hoffnung in Eon und Co.
aufgegeben haben. „Bei uns kümmert sich niemand mehr speziell um
Energiekonzerne“, heißt es bei mancher Bank, wenn man wegen einer
Analysteneinschätzung anruft. Die einst stolzen Konzerne sind auf dem
Weg in die Börsen-Bedeutungslosigkeit.

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