Rheinische Post: Kommentar / Fett macht faul = Von Birgit Marschall

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Wer fettleibig ist, ist nicht zu beneiden. Doch
Adipositas muss kein Schicksal sein, dem man nicht durch Disziplin,
ausgewogenere Ernährung und mehr Bewegung entrinnen könnte.
Bildungsferne Menschen und solche mit geringem Einkommen neigen öfter
zur Fettleibigkeit. Hier könnte eine noch bessere, noch gezieltere
und direktere Aufklärung durch Ärzte und Kassen ansetzen. Viele
Betroffene machen aber auch wider besseren Wissens weiter mit
zuckerhaltigen Softdrinks, Fast Food oder Fertiggerichten. Sie
bewegen sich kaum, weil das anstrengend ist. Ein schwerer Körper
macht faul. Medizinische Behandlungen von Fettleibigkeit müssen aber
von allen Krankenversicherten bezahlt werden. Wer also nichts gegen
sein Dicksein unternimmt, handelt auch gegen andere rücksichtslos.
Besonders unschön verhalten sich jene, die aus dem Leiden der
Fettleibigen ein Geschäft machen. Sie versprechen als einfache
Lösung, die es in Wahrheit nicht gibt, eine Operation. Solche
Eingriffe müssen aber lebenslang nachtherapiert werden, was wiederum
die Versichertengemeinschaft tragen muss.

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Rheinische Post
Redaktion

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