Rheinische Post: Kommentar / Flüchtlingsgipfel nötig = Von Gregor Mayntz

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Nach diesem angeblichen „Flüchtlingsgipfel“
sind die Teilnehmer voll des Lobes über sich selbst. Tatsächlich
scheint ihre Verabredung die richtige Mischung zu treffen, damit
Bund, Länder und Kommunen besser mit der erwarteten Rekordzahl von
Flüchtlingen umgehen können. Sie wollen schneller zwischen „echten“
und nur vorgeblich Verfolgten unterscheiden. Aber ein echter
Flüchtlingsgipfel war das zweieinhalbstündige Treffen nicht. Wenn
Deutschland vor einer Flüchtlingsaufnahme steht, die die Dimensionen
aus den 90er Jahren mit ihren schweren Verwerfungen in den Schatten
stellt, dann reicht es nicht, nur den administrativen Umgang von Bund
und Ländern in den Blick zu nehmen. Dann gehören die Erfahrungen der
Städte und Gemeinden mit an den Tisch, die Einschätzungen von
Flüchtlingsorganisationen, die Ideen von Kirchen, Wissenschaft und
Helfern vor Ort. Damit sich die Bevölkerung mitgenommen fühlen kann.
Ja, die Pläne müssen nun im Juni konkret werden. Aber zusätzlich
braucht Deutschland auch einen richtigen Flüchtlingsgipfel. Und zwar
bald.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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