Rheinische Post: Kommentar: Flüchtlingszahlen sind ein Ansporn zur Hilfe

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Jeden Tag überschlagen sich die Zahlen: Allein
am gestrigen Dienstag sind 5000 Flüchtlinge in München angekommen und
3500 in NRW. Fürs ganze Jahr wurden 800 000 Menschen vorhergesagt,
seit gestern gilt auch diese Zahl bei Politikern wie
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) als überholt, weil zu
niedrig. Viele Bürger in diesem Land lassen sich aber von Zahlen
nicht schrecken, sondern sehen sie vielmehr als Ansporn zu helfen. In
einigen Kommunen ginge heute ohne die ehrenamtlichen Kräfte nichts
mehr, so viele wollen beim Aufbau von Betten, bei Behördengängen oder
Deutschunterricht helfen. In manchen Orten ist die Welle der
Hilfsbereitschaft so heftig, dass die offiziellen Stellen die
Anfragen und Angebote kaum bewältigen können, wenn sie nicht mehr
Personal bekommen. Die Hilfe ist gut und gut gemeint, darf aber die
offizielle Arbeit für Flüchtlinge nicht beeinträchtigen. Wer aber die
Facebookseiten der Initiativen beobachtet, ist überrascht, wie
schnell Bitten erfüllt und wie zielgerichtet Probleme gelöst werden.
Nach Diskussionen um ausländerfeindliche Hetze im Internet macht das
soziale Netzwerk mit dieser Arbeit seinem Namen wieder alle Ehre –
zum Glück.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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