Rheinische Post: Kommentar / Fördern oder Befördern = Von Thomas Reisener

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Die 26.000 Finanzbeamten in NRW können nichts
für das viel zu komplizierte deutsche Steuerrecht. Sie können auch
nichts dafür, dass der Fiskus den Bürgern zu viel Geld abknöpft. Die
Finanzbeamten setzen die unbeliebten Vorgaben der Politik nur um –
und die meisten machen das gut. Natürlich müssen auch in der
Finanzverwaltung Leistungsträger Aussicht auf Beförderungen haben.
Die Methode, mit der der Finanzminister diese Selbstverständlichkeit
nun umsetzt, ist allerdings fragwürdig. Er paukt binnen eines Monats
eine spektakuläre Massenbeförderung durch. Nur wenige Tage, bevor
neue Vorgaben für eine stärkere Bevorzugung von Frauen bei
Beförderungen in Kraft getreten sind, die er selbst mitgetragen hat.
Wäre ihm wirklich an der Umsetzung der verschärften Frauenförderung
gelegen, hätte der Minister auch noch ein paar Tage warten können.
Dann wären andere befördert worden. Scheinbar war das nicht gewollt.
Neue Richtlinien nur für andere zu beschließen und sie selbst zu
umgehen, ist kein feiner Stil.

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Rheinische Post
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