Rheinische Post: Kommentar / Frauenförderung mit dem Holzhammer = Von Thomas Reisener

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Nach den Behörden sollen jetzt auch Sparkassen
schlechter qualifizierte Frauen bevorzugt befördern müssen, um für
mehr Frauen in Führungspositionen zu sorgen. Die beiden
NRW-Sparkassenpräsidenten lehnen den rot-grünen Gesetzentwurf zu
Recht ab: Er ist verfassungsrechtlich schwer haltbar, mit großen
Unsicherheiten für die Personalplanung verbunden und dann auch noch
teuer, weil die Beförderung nach Geschlecht statt nach Qualifikation
ein systematisches Risiko für die Qualität des Managements wäre. Am
laufenden Band entscheiden derzeit Gerichte zugunsten von Beamten,
die gegen diese übertriebene Form der Frauenförderung klagen. Selbst
vielen Frauen und SPD-Politikern geht sie zu weit. Gleichwohl gelten
die Vorgaben für die NRW-Behörden bereits. Süffisant stellen die
Sparkassenpräsidenten fest, dass ihre Institute im Gegensatz zu
Behörden im Wettbewerb stehen und sich derartig schlecht gemachte
Vorgaben deshalb nicht leisten können. Die Landesregierung steht auch
im Wettbewerb. Am 14. Mai 2017 ist Landtagswahl. Eine halbe Million
Wähler arbeiten entweder für Sparkassen oder sind Landesbeamte. Bei
der Landtagswahl haben Männer und Frauen zum Glück noch dieselben
Rechte.

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