Rheinische Post: Kommentar: Frauenförderungsfiasko

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In den Behörden des Landes sind zu wenig Frauen
in Führungspositionen. Das muss sich ändern. Aber doch nicht so:
Faktisch sorgt die rot-grüne Dienstrechtsreform dafür, dass fast nur
noch Frauen befördert werden dürfen. Dass das so nicht geht,
leuchtete der Landesregierung selbst ein. Also hat sie im
Eilverfahren schnell noch über 3500 Beförderungen geplant, bei denen
zum vorerst letzten Mal auch Männer angemessen berücksichtigt werden
sollen. Dieser Reparaturversuch scheitert gerade. Die Klagewelle
rollt trotzdem. Und die nächste zeichnet sich ab: Anders als der
Finanzminister hat der Innenminister „seine“ Massenbeförderung bei
der Polizei nicht mehr vollständig vor Inkrafttreten des neuen
Dienstrechtes geschafft. Gilt für den Rest der polizeilichen
Massenbeförderung nun das alte Dienstrecht? Oder das neue? Folgt
jetzt die Reparatur der Reparatur einer verkorksten Reform? Mit Blick
auf die nahende Wahl wollte die Landesregierung auf Biegen und
Brechen noch etwas Frauenförderung umsetzen. Im Ergebnis hinterlässt
sie einen dienstrechtlichen Scherbenhaufen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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