Rheinische Post: Kommentar: Freies W-Lan für alle

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Gut, wenn nun auch der Europäische Gerichtshof
festgestellt hat, dass Anbieter eines offenen Wlan-Netzes nicht für
illegales Musiktauschen oder entsprechende Film-Downloads haften: Sie
nutzen der Allgemeinheit, indem sie den Bürgern den Zugang ins
Internet auch unterwegs erleichtern – das gehört zur modernen
Informationsgesellschaft dazu. Ein eher zwiespältiges Gefühl
hinterlässt die Möglichkeit, dass Wlan-Anbietern auferlegt werden
kann, Nutzer zu registrieren, wenn es Missbrauch gab. Das ist
eigentlich Unsinn: Es darf doch nicht sein, dass ein einziger
illegaler Download dazu führt, dass sich beispielsweise in einem
einzelnen Lokal hunderte andere Menschen anmelden müssen. Man kann
nur hoffen, dass sich in der Realität gesunder Pragmatismus
durchsetzt: Lokale und Privatpersonen sollten ihre Netzwerke so
einstellen, dass massenhafter Missbrauch nicht möglich ist –
insbesondere durch das Sperren entsprechender Seiten. Dies sollte als
Beweis des guten Willens jedem Gericht ausreichen, um Auflagen zu
verweigern.

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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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